Monatsrückblick: September!

Letzten Monat war es unerwartet still um mich. Es geht manchmal eben nicht nach meiner Nase…

Ende August bis Anfang September hat es geregnet und geregnet und noch mehr geregnet. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie viel es geregnet hat…

Regen

Es hat so doll geregnet, dass in Xochimilco die Flüsse übergelaufen sind.
Schade nur, dass wir zu der Zeit in Xochimilco in der Uni waren, denn die Bahn fuhr nach der Überschwemmung nicht mehr, der Verkehr war eine riesen Katastrophe und wir mussten den UBER-Fahrer mit einigen Überzeugungsküsten bequatschen, dass wir doch bitte bitte nach Hause müssen…
Ich kann euch sagen: ES HAT FUNKTIONIERT!!! Wir haben zwar fast 3 Stunden für läppische 17km gebraucht, aber yeah!;)

Als wären monsunartiger Regen und sintflutartige Überschwemmungen noch nicht genug, gab es am Tag danach ein Erdbeben.
Ziemlich beängstigend, wenn man aus dem friedlichen Deutschland kommt, dort wo es niemals Hurricanes oder gar Erdbeben gibt.
Wir hatten aufjedenfall ganz schön schiss!
Da glücklicherweise aber nicht viel passiert ist und unser Vermieter uns mit beruhigenden Worten besänftigte, war der Schock darüber schnell vergessen. Unifrei war am Tag danach trotzdem, denn einige Gebäude mussten vor erneutem Betreten erst begutachtet werden.

Flori hat sich vom Erdbebenschreck und dem super fettigen und scharfen Essen dann passenderweise noch eine kleine Magenverstimmung eingefangen, die es dann mit Schonkost auszukurieren galt.

Pozole

Am Dia Independencia haben wir traditionell die leckerste Pozole gegessen und sind dann entspannt bei schönster Abendsonne durch Coyoacan spaziert, denn hier war ordentlich was los!
Abends haben wir im Schlafanzug und einer Tasse Yogitee, das riesige Feuerwerk von unserer kleinen Dachterasse aus bestaunt.

Independece Day_2Independence Day

Und dann?
Ja dann erreichte uns auch schon das zweite Erdbeben… diesmal ganz schön heftig! Einige Häuser stürzten ein und auch Menschen kamen ums leben. Unser Vermieter, der schon seit 67 Jahren in Mexico City lebt, erzähte uns, dass er noch nie ein so starkes Erdbeben gespürt habe, selbst das vor 32 Jahren ist nicht so stark gewesen.

Kirche

Bei uns in Coyoacan ist zum Glück nichts schlimmes passiert. Lediglich vom Kirchturm ist ein Stück runtergekommen.

Weinflasche

In unserer Wohnung ist nur eine angefangene Weinflasche zu Bruch gegangen, im Haus unseres Vermieters sind ein paar mehr Dinge runtergefallen. Aber zum Glück ist niemand aus unserer näheren Umgebung zu Schaden gekommen.

sushi

Auf den Schreck haben wir uns erstmal dazu entschieden selbst Sushi zu machen und es war super super lecker…

Ende September waren wir zum ersten mal im riesigen Viveros Park bei uns um die Ecke. Da ist die Natur, die wir hier täglich vermissen, vorallem weil die Luft hier so unglaublich schlecht ist.

Viveros

Wenn mir nochmal einer erzählt, dass in Berlin schlechte Luft sei, dann hat er/sie noch nie wirklich schlechte, nach Abgasen stinkende Luft geatmet!
Das war in dem riesigen Park, der eher schon ein kleiner Wald ist, anders. Dort duftet es nach Nadelbäumen, Erde und Wald. Wir haben uns so sehr gefreut, dass wir uns sofort die Schuhe auszogen und unsere blanken Füße im feuchten Gras positionierten. 🙂

Am nächten Tag sind wir direkt wieder hin und haben jetzt jeden Dienstag ein Jogging-Date im Park.

Zeichnung

Die letzte Septemberwoche haben wir aufgrund des Erdbeben-Uni-freis (und weil wir jetzt eigentlich auf Hiddensee wären mit unserer Zeichengruppe) in eine Zeichenwoche getauft. Jeden Tag wurde gezeichnet und gemalt, was das Zeug hielt.

Das war mein oder eher unser September, ganz schön viel Erdbeben und Wasser aber es war auch irgendwie schön…

Straße

Im Oktober kommen wieder mehr Beiträge – Indianer Ehrenwort! 😉

Liebst, Anne 🙂

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¡Hola Mexicó!

Hallo!;)
Nach einer Menge Quesadillas, Tacos und Esquites bin ich zurück in der Blogwelt.
Wir sind jetzt seid 11 Tagen in Mexiko, waren 3 Tage lang in Cancún und sind nun in Mexiko City.
Cancún war ganz schön hot, kann ich euch sagen: 35°C und ein Antlantik der warm ist wie die heimische Badewanne. Aber wirklich toll!! 😉
In Mexiko City ist gerade Regenzeit, einmal am Tag regnet es, manchmal aber auch gar nicht, warm ist es trotzdem.:)

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Nach einer nicht so tollen Wohnung in Xochimilco wohnen wir nun in Coyoacán (hier hat übrigens meine Lieblingskünstlerin Frida Kahlo auch gelebt) und sind super happy hier zu sein. Wir wohnen in einem kleinen Apartment eines Künstlers, der mit auf dem Grundstück wohnt und einen Garten voller grün hat. Sogar eine riesige Bananenpflanze ist mit dabei.:)

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Am 7. August startet die Uni und wir können uns noch nicht so richtig vorstellen, wie es sein wird hier in Mexiko zu studieren.
Wir haben uns mittlerweile aber schon ganz gut eingelebt und genießen gerade unsere gemeinsame freie Zeit, erkunden die Gegend und essen mexikanische Köstlichkeiten so oft wir können.

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Am Sonntag auf dem weg zum Mercado de Coyoacán fanden wir auf dem Platz vor dem Mercado einen kleinen Markt, auf dem Künstler ihre Werke verkauften und Menschen zu mexikanischer Musik tanzten. Im Mercado selbst staunten wir nicht schlecht, was es dort alles gab. Von Gemüse und Obst über Blumen, Plastikschalen und -tüten zu Wrestlingmasken und Räucherstäbchen. Ein buntes, faszinierendes Gewusel aus vielen kleinen und großen Dingen.

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Gestern waren wir dann nochmal im Mercado und haben dort etwas gegessen, grandios. Es gibt hier auch fantastische frische Säfte und Wasser mit Fruchtmus. Ich hatte ein Wasser mit Kokosnuss und Flori hatte einen Saft aus Möhre, Orange, Apfel, Rote Bete und Sellerie – echt suuuper lecker und total günstig, grade mal 70 cent für einen 0,4er Becher voll.:)

Es wird nun wieder häufiger etwas von mir zu lesen geben!
¡Hasta luego!
Liebst, Anne ♥